BODY - Körper und Technik verschmelzen

25.11.2021

Neuer Ausstellungsbereich in der Ausstellung „Das Netz. Menschen, Kabel, Datenströme“ des Deutschen Technikmuseums

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Pressemitteilung

BODY - Körper und Technik verschmelzen
Neuer Ausstellungsbereich in der Ausstellung „Das Netz. Menschen, Kabel, Datenströme“ des Deutschen Technikmuseums

Ob Laufschuhe, die unsere Bewegungen wahrnehmen, oder Datenhandschuhe, mit denen wir unsere Superhelden im Computerspiel steuern: Solche auf den Leib geschneiderten Geräte sind längst Teil unseres Alltags geworden. Immer enger verbinden sich neue Technologien durch kleine und flexible Bauteile mit unseren Sinnesorganen. In dem neuen Ausstellungsbereich „BODY – Körper und Technik verschmelzen“ in der Dauerausstellung „Das Netz. Menschen, Kabel, Datenströme“ geht das Deutsche Technikmuseum der Frage nach, wo die Grenze zwischen Mensch und Maschine verläuft.

Heute erscheinen die Möglichkeiten technischer Optimierung des menschlichen Körpers fast grenzenlos. Die Science-Fiction zeigt seit Langem, welche Superwesen dabei entstehen können. Wie würde es sich wohl anfühlen, wenn wir selbst über ganz neue Körperteile und Fähigkeiten verfügen würden? Im neuen Ausstellungsbereich „BODY“ begegnen den Besucherinnen und Besuchern Mensch-Maschine-Figuren aus Comics und Filmen sowie interaktive Anwendungen, mit denen sie selbst zum „Cyborg“ werden können.

Im neuen Ausstellungsteil kann man in die Geschichte technischer Körperverbesserung eintauchen und sich dabei beispielsweise in die 1980er Jahre begeben. Angestoßen vom Boom der Heimcomputer kamen zahlreiche Spielecontroller für den ganzen Körper auf den Markt, mit denen sich Anwendungen über Sprach- oder Gestensteuerung leichter bedienen ließen. In der Ausstellung kann etwa der legendäre Datenhandschuh „Power Glove“ für Nintendo-Spielkonsolen entdeckt werden, der noch heute Vintage-Gamer begeistert.

Auch Kleidung mit Sensoren und kleinen vernetzten Minicomputern, sogenannte Wearables, bahnen sich in dieser Zeit den Weg in unseren Alltag. Der Sportartikelhersteller Adidas wollte mit neuen Produkten eine junge, karrierebewusste Käuferschicht erreichen und brachte im Jahre 1984 den ersten computerisierten Laufschuh namens „Micropacer“ heraus. Damals noch ein kommerzieller Flop, ist er heute geradezu ein Kult-Schuh. Und auch das Prinzip tragbarer Messtechnologien setzt sich im Freizeitsport immer stärker durch – trotz vieler Bedenken beim Thema Datensicherheit.

Der neue Ausstellungsbereich „BODY“ ergänzt das breite Themenspektrum der Dauerausstellung „Das Netz. Menschen, Kabel, Datenströme“. Diese Ausstellung zeigt, wie technische Kommunikations- und Informationsnetze, wie vernetzte Technologie unser Leben, Denken und Handeln beeinflussen und beeinflusst haben.