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Murmelautos und Luftfilter aus Moos

12.06.2026

Schulkinder zeigen bei der „Junior Konferenz: Bewegung für Morgen!“ im Deutschen Technikmuseum in Berlin, wie sie sich die Mobilität der Zukunft wünschen

Pressematerial

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Pressemitteilung

Murmelautos und Luftfilter aus Moos
Schulkinder zeigen bei der „Junior Konferenz: Bewegung für Morgen!“ im Deutschen Technikmuseum in Berlin, wie sie sich die Mobilität der Zukunft wünschen

Fliegende Cabrios, die mit Tinte angetrieben werden, und selbst reparierende Autos: Das sind nur einige der Ideen für eine nachhaltige Mobilität der Zukunft. Ausgedacht haben sie sich Schulkinder aus Berlin und Brandenburg im Rahmen eines Workshops beim Junior Campus in Berlin. Bei der „Junior Konferenz: Bewegung für Morgen!“ im Deutschen Technikmuseum diskutierten sie am Donnerstag über ihre kreativen Konzepte mit Expertinnen und Experten aus der Mobilitätsbranche. Durch die Veranstaltung führte der Moderator João Eduardo Albertini.

Bereits zum fünften Mal richtete der Junior Campus im Deutschen Technikmuseum, in Zusammenarbeit mit der BMW Group, eine Konferenz für Schulklassen aus. Zuvor hatten Schulkinder der Jahrgangsstufen 4, 5 und 6 im laufenden Schuljahr an dem Workshop „Visionen neuer Mobilität“ teilgenommen. Sie erforschten dabei den Verkehr in ihrer Umgebung mit unterschiedlichen Messgeräten. Im Anschluss daran entwickelten sie eigene Konzepte für eine klimafreundliche Mobilität der Zukunft. Drei prämierte Klassen durften diese nun bei der „Junior Konferenz: Bewegung für Morgen!“ vorstellen.

Joachim Breuninger, Direktor des Deutschen Technikmuseums: „Wenn Kinder von fliegenden Fahrzeugen, schwimmenden Bussen oder selbst reparierenden Autos erzählen, steckt darin weit mehr als Fantasie – es steckt ein echter Wunsch nach einer besseren und nachhaltigeren Zukunft. Die Junior Konferenz macht sichtbar, wie offen, kreativ und lösungsorientiert junge Menschen auf die Herausforderungen unserer Zeit blicken. Diese Ideen und dieser Mut zum Weiterdenken sind inspirierend – und genau deshalb ist der Junior Campus im Deutschen Technikmuseum ein so besonderer Ort.“

Ein Bus, der mit Essensresten angetrieben wird

In diesem Jahr wurden die Klasse 4a der Bergmannkiez Gemeinschaftsschule Kreuzberg, die Klasse 5c der Grundschule im Kiefernwald in Ludwigsfelde sowie die Klasse 4c der Leo Lionni Grundschule Berlin (Bezirk Mitte / OT Wedding) ausgewählt, um ihre Ideen bei der Junior Konferenz zu präsentieren.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekamen die Gelegenheit, ihre Visionen den Mobilitäts-Experten vorzustellen. Sie konnten konkrete Fragen zur Umsetzung ihrer Ideen an Vertreter aus den Bereichen Öffentlichem Nahverkehr, Wirtschaft, Forschung und Interessenverbänden richten und ihre Visionen auf Umsetzbarkeit prüfen.

In den Konzepten der Schulklassen gab es einiges zu entdecken: etwa Murmelautos, inspiriert von Murmelbahnen, die sich in Bahnen fortbewegen und abstoßen, mit Solarstrom betriebene Gondeln, oder das Gefährt „flotter Tom“, das schwimmen und fliegen kann und durch eine Schiffsschraube angetrieben wird. Auch originell: Ein Auto, das mit hoher Geschwindigkeit schwebt, und über einen Luftfilter aus Moos verfügt. Sehr viele Schülerinnen und Schüler wünschten sich „mehr Grün“ und eine umweltfreundliche Mobilität.

 

Zu sehen gab es zudem ein kurzes Theaterstück zum Verkehr, den heutigen Problematiken und dem Wunsch der zukünftigen Mobilität. Auch mit dabei: Eine Pilzstadt, in der Pilzhäuser Sauerstoff produzieren; man fliegt dort mit Raketen und landet zwischen den Pilzen, die Feuchtigkeit ist der Antrieb für die Raketen.

Ein Mobilitäts-Messebesuch als Spiel konzipiert

Der darauffolgende Mobilitäts-Messebesuch war wie ein Spiel aufgebaut: Die Schulklassen wurden an die Messestände der diesjährigen Expertinnen und Experten geschickt, um sich über verschiedene zukunftsträchtige Mobilitätsformen aus dem jeweiligen Bereich zu informieren.  Die Expertinnen und Experten waren in diesem Jahr: Alexandra König (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.), Inga Deibel (Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin Abteilung für Ordnung, Straßen, Grünflächen, Umwelt und Naturschutz Fachbereich Straßen), Gülen Erdogan (Engel, Tegel Projekt GmbH – Urban Tech Republic), Helmut Schramm (BMW Group, Werk Berlin) und André Stapf (Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg).

Anschließend konnten die Schulkinder sich für ihren fiktiven Weg zur „Party im Deutschen Technikmuseum“ für eine bestimmte Mobilitätsform entscheiden.

Der Junior Campus im Deutschen Technikmuseum: ein Erfolgsmodell für Berlin und Brandenburg
Der Junior Campus im Deutschen Technikmuseum ist eine Kooperation der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin mit der BMW Group. Als außerschulischer Lernort bietet er Workshops zu den Themen Mathematik, Mobilität, Nachhaltigkeit und Naturwissenschaft für Kitagruppen und Grundschulklassen an. Seit 2012 ist das Programm ein Erfolgsmodell in Berlin und Brandenburg. Die Angebote erfreuen sich großer Nachfrage und sind regelmäßig ausgebucht. 

Durch selbstständiges Experimentieren und Forschen werden die verschiedenen Themenschwerpunkte für die Kinder erlebbar und verständlich gemacht. Rund 107.509 Schul- und Kitakinder konnten bislang an den Programmen teilnehmen. Insgesamt haben in den vergangenen 14 Jahren 5.043 Gruppen und Schulklassen aus allen Stadtteilen Berlins und aus Brandenburg den Junior Campus besucht.