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Die Iljuschin IL-14P kann sich wieder sehen lassen!

24.07.2025

Nach 20 Jahren ist die Restaurierung des Flugzeugs durch Ehrenamtliche im Auftrag des Deutschen Technikmuseums abgeschlossen / Standort im Hangar 4 in Tempelhof

Pressematerial

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Pressemitteilung

Die Iljuschin IL-14P kann sich wieder sehen lassen!
Nach 20 Jahren ist die Restaurierung des Flugzeugs durch Ehrenamtliche im Auftrag des Deutschen Technikmuseums abgeschlossen / Standort im Hangar 4 in Tempelhof

Mit viel Beharrungsvermögen, Expertise und Geduld hat eine Gruppe von Ehrenamtlichen nach fast 20 Jahren ihr Ziel erreicht: die Restaurierung eines Flugzeugs vom Typ Iljuschin IL-14P. Im Auftrag des Deutschen Technikmuseums in Berlin wurde das Passagier- und Transportflugzeug in unzähligen Arbeitsstunden wieder in den Zustand der 1960er Jahre versetzt. Von den Tragflächen über den Rumpf bis hin zum Cockpit: An dem Flugzeug waren viele Bestandteile in einem äußerst schlechten Zustand, vielfach mussten mühsam Ersatzteile für verloren gegangene oder nicht mehr zu rettende Bauteile beschafft werden. Doch die Mühe hat sich gelohnt: Die Iljuschin kann sich nun wieder sehen lassen!

Die Restaurierung startete 2006 mit regelmäßigen Treffen einer Gruppe von rund 20 Ehrenamtlichen in einem Hangar des Flughafens Tempelhof. Im Lauf der Jahre stießen weitere Engagierte hinzu. Fast alle Ehrenamtlichen verfügen über Luftfahrtexpertise und haben vor ihrem Ruhestand als Piloten, Mechaniker, Ingenieure oder bei der Flugsicherung gearbeitet. Viele von ihnen waren in der DDR für Interflug tätig und kennen das Flugzeugmuster aus der Praxis.

Entwicklung, Bau und Einsatz der Iljuschin IL-14

Die Iljuschin IL-14 ist ein in der Sowjetunion entwickeltes Passagier- und Transportflugzeug, das zwischen 1950 und 1962 über 1.100 Mal produziert wurde. Es kam in nahezu allen sozialistischen Staaten als ziviles und militärisches Kurz- und Mittelstreckenflugzeug zum Einsatz. Der Bau erfolgte zum größten Teil in der Sowjetunion. Der VEB Flugzeugwerke Dresden fertigte zwischen 1955 und 1958 in Lizenz insgesamt 80 Exemplare der Variante IL-14P.

Das Flugzeug des Deutschen Technikmuseums

Das Museumsflugzeug mit der Werknummer 045 wurde 1958 vom VEB Flugzeugwerke Dresden an die Nationale Volksarmee ausgeliefert. Nach mehrjährigem Einsatz als Schul- und Fallschirmspringer-Flugzeug wurde es 1965 zum Fotoflugzeug umgebaut und schließlich 1983 an Interflug übergeben. Ab 1984 nutzte das Ministerium für Staatsicherheit das Flugzeug als Bodentrainer für Antiterrorübungen. Zudem diente die IL-14 als Ersatzteilspender für noch im Flugdienst befindliche Maschinen. Zwischen 1990 und der Übernahme durch das Museum 1992 verschlechterte sich ihr Zustand durch Vandalismus nochmals erheblich. Der Wiederaufbau ab 2006 erfolgte als Fotoflugzeug.

Großes Engagement der Ehrenamtlichen

Der Dank des Deutschen Technikmuseums gilt den Ehrenamtlichen der IL-14-Restaurierung. Ohne ihren engagierten Einsatz, an dem sie trotz mehrfacher Werkstattumzüge, langwieriger Ersatzteilbeschaffungen, jährlichen Winterpausen und einer längeren Pandemie-Unterbrechung unermüdlich festgehalten haben, hätte das Projekt nicht realisiert werden können.

Das Flugzeug bleibt bis auf Weiteres im Flughafen Tempelhof untergebracht. Es kann dort im Rahmen von Führungen der Tempelhof Projekt GmbH von außen besichtigt werden.

Mehr Informationen zur der Flugzeug-Führung der Tempelhof Projekt GmbH finden Sie unter:

https://www.thf-berlin.de/ihr-besuch/fuehrungen/luftfahrtgeschichte#/