Die „Condor“ landet in Berlin!

22.06.2021

Ein Stück Luftfahrtgeschichte für den Flughafen Tempelhof / Restaurierungsprojekt von Deutschem Technikmuseums, Airbus, Deutscher Lufthansa Berlin-Stiftung und Rolls-Royce

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Pressemitteilung

Die „Condor“ landet in Berlin!
Ein Stück Luftfahrtgeschichte für den Flughafen Tempelhof / Restaurierungsprojekt von Deutschem Technikmuseums, Airbus, Deutscher Lufthansa Berlin-Stiftung und Rolls-Royce

Ein einmaliges Zeugnis der Luftfahrtgeschichte ist am Mittwochabend in Berlin angekommen. Das historische Flugzeug Focke-Wulf Fw 200 „Condor“, in den vergangenen 20 Jahren an verschiedenen Orten restauriert, erreichte jetzt auf fünf Schwerlasttransportern und sechs Lkw den Hangar 7 auf dem Gelände des Flughafen Tempelhof. Dort wird der Oldtimer, das einzige noch existierende Exemplar dieses Typs, wieder vollständig zusammengebaut. Für den 400 Kilometer langen Transport von der Weser an die Spree wurde das Flugzeug in insgesamt fünf Großbauteile, das größte davon der über 20 Meter lange Rumpf, sowie mehrere kleinere demontiert. Die Restaurierung ist ein Gemeinschaftsprojekt von Deutschem Technikmuseum, Airbus, der Deutschen Lufthansa Berlin-Stiftung und Rolls-Royce. Als Eigentümer des 80 Jahre alten Flugzeugs plant das Deutsche Technikmuseum, es künftig regelmäßig auf dem Flughafen Tempelhof der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Einmaliges Stück Luftfahrtgeschichte

Als eines der ersten viermotorigen Ganzmetallflugzeuge der Welt repräsentiert die Fw 200 „Condor“ ein Stück deutscher Technikgeschichte. Entwickelt und konstruiert in Bremen von Focke-Wulf stellte die Fw 200 „Condor“ 1938 mit einem knapp 25-Stunden-Nonstop-Flug zwischen Berlin und New York einen Rekord auf und sollte auch das Ende der Ära der Flugboote, die damals Ozeanüberquerungen absolvierten, einläuten. Weitere Langstreckenrekorde erreichte dieser Typ zwischen Berlin und Kairo sowie Berlin und Tokio. Bald nach dem Zweiten Weltkrieg endete die Epoche der Fw 200 jedoch, fast alle Exemplare wurden verschrottet.

Aufwendige Restaurierungsarbeiten dauerten zwei Jahrzehnte

Die Rekonstruktion der Fw 200, die künftig in Berlin zu sehen sein wird, begann bereits 1999. Damals wurde das Wrack einer notgewasserten „Condor“ auf Initiative des Deutschen Technikmuseums nach 57 Jahren aus dem Trondheimfjord vor Norwegen geborgen – brach dabei jedoch aufgrund starker Korrosion auseinander. Da weder Konstruktionspläne noch Wartungsdokumente erhalten waren, folgten rund zwei Jahrzehnte passionierter Detailarbeit und Wiederherstellung des Flugzeugrumpfes in Bremen-Stuhrbaum durch insgesamt rund 150 Freiwillige, vornehmlich ehemalige Airbus-Techniker und -Ingenieure. Rund 15 Ehrenamtliche, überwiegend ehemalige Ingenieure und Techniker der Lufthansa Technik AG, gefördert durch die Deutsche Lufthansa Berlin-Stiftung haben in Hamburg Fahrwerke, das Rumpfheck und das Leitwerk wiederhergestellt, während etwa zehn aktive und ehemalige Mitarbeitende sowie Auszubildende von Rolls Royce die typengleichen vier Triebwerke in Oberursel restaurierten. Erstmals endmontiert hat das Team die Fw 200 „Condor“ im Mai dieses Jahres in Bremen und sie dann zunächst wieder in transportfähige Baugruppen zerlegt. In Berlin wird ein Team aus 20 Experten aus diesem Kreis den Oldtimer nun erneut endmontieren.

Fw 200 „Condor“ am Flughafen Tempelhof

Künftig soll er regelmäßig der Öffentlichkeit gezeigt werden: Mit der Tempelhof Projekt GmbH hat das Deutsche Technikmuseum eine Kooperationsvereinbarung für die Unterstellung und Präsentation von drei historischen Flugzeugen, nämlich dieser Focke-Wulf 200 „Condor“, einer Iljuschin IL-14 und einer Douglas C54 (Rosinenbomber), geschlossen. Ziel der Zusammenarbeit ist die weitere Belebung des Standortes neben den vor Ort schon etablierten Aktivitäten und Veranstaltungen. Auf dem Tempelhofer Feld begann bereits im Jahr 1893 die Faszination des Fliegens, seither ist der Ort untrennbar mit der Luftfahrtgeschichte der Welt verbunden.

 

Pressekontakt Tempelhof Projekt GmbH

Irina Dähne

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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