Förderprojekte

Hier finden Sie Informationen zu den aktuellen Förderprojekten der Stiftung.

Energetische Sanierung

Gefördert vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)

Im Rahmen der Fördermaßnahme BENE (Berliner Programm für Nachhaltige Entwicklung, betreut durch den Programmträger B.&S.U. mbH) werden im Deutschen Technikmuseum ab Februar 2021 bis März 2023 im Bereich des Altbaus, des Lokschuppens mit Mittelbau und Beamtenhaus, energetische Maßnahmen an Einzelbauteilen durchgeführt. Die Ertüchtigung erstreckt sich auf Außentür- und Außenfensteranlagen als auch auf Fassadenverglasungen. Die Einsparung von Co2-Emissionen durch die energetische Optimierung der Gebäudehülle steht hierbei im Vordergrund. Der in Teilbereichen bestehende Denkmalschutz wird dabei berücksichtigt. Das Ziel: Durch die gesamte Maßnahme können unter Verwendung der Emissions- und Primärenergiefaktoren des Programmträgers der Primärenergieverbrauch um 860 MWh und die CO2-Emission um jährlich rund 165,5 Tonnen reduziert werden. Bauherren- und Eigentümerinvertreterin für das Projekt ist die Berliner Immobilien Managament GmbH (BIM), Bauherrin/Eigentümerin ist das Land Berlin.

Kolonialgeschichte im Deutschen Technikmuseum

Gefördert vom Projektfonds Zeitgeschichte und Erinnerungskultur des Landes Berlin

Das Projekt „Kolonialgeschichte im Technikmuseum – Ein neuer Umgang mit dem preußisch-brandenburgischen Versklavungshandel“ hat zum Ziel, durch ein erstes Pilotprojekt im Sammlungsbereich Schifffahrt und Nautik eine kritische Auseinandersetzung mit kolonialen Kontexten im Museum zu initiieren. Damit soll durch differenzierte Reflexion und Diskussion eine klare Positionierung zum Thema koloniale Kontexte im eigenen Haus erarbeitet werden. Die Förderung erfolgt ab April 2020 für 12 Monate.

Ausgangspunkt ist ein mittlerweile abgebautes Ausstellungsmodul zum brandenburgisch-preußischen Versklavungshandel. Hier soll im Austausch mit dem Projektpartner „DEKOLONIALE Erinnerungskultur in der Stadt“ und weiteren externen Expertinnen und Experten zum Thema Kolonialismus und Museen über eine künstlerische Performance und daran anschließende Workshops eine neue Herangehensweise an das Thema erarbeitet werden. Dabei sollen auch folgende Fragen erörtert werden: Welche Verantwortung hat das Deutsche Technikmuseum bezüglich der Aufarbeitung kolonialer Kontexte? Welche Gegenstände mit Kolonialbezug befinden sich im Technikmuseum und sind die Provenienzen geklärt? Wie soll Kolonialgeschichte im Museum präsentiert werden? Wer muss bei der Auseinandersetzung miteinbezogen werden?

Online-Publikation

In Ergänzung des Projektes wird vom Projektfonds Zeitgeschichte und Erinnerungskultur des Landes Berlin eine gemeinsame Online-Publikation mit der Stiftung Stadtmuseum Berlin und dem Brücke-Museum gefördert. Die Publikation richtet sich in erster Linie an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Museen und erörtert das Thema Kolonialismus und Museen ausgehend von drei Praxisbeispielen in den drei beteiligten Häusern.

Neugestaltung Dauerausstellung Schienenverkehr

Gefördert von der DKLB-Stiftung (Lotto-Stiftung Berlin)

Ziel des Projektes ist, die Ausstellung in den historischen Lokschuppen des Anhalter Bahnhofs in eine neue, zeitgemäße Form zu bringen. Die Dauerausstellung Schienenverkehr gehört zu den bekanntesten und ältesten Ausstellungen des Hauses. Die Neugestaltung nimmt ihr Markenzeichen, die einmalige Atmosphäre der denkmalgeschützten Gebäude mit dem authentischen Geruch von Ruß und Öl, auf und entwickelt es weiter. Die eindrucksvollen Züge und Eisenbahnobjekte werden nicht als technische Kolosse gezeigt, sondern für das Publikum mit ihren Geschichten und kulturgeschichtlichen Bezügen zugänglich und erlebbar gemacht. Unterstützt durch digitale Techniken werden Gebäude und Exponate zu einem neuartigen, immersiven Erlebnis erweitert.

Die neue Ausstellung schlägt den Bogen zu relevanten Gegenwartsthemen wie Mobilität und Nachhaltigkeit und spricht das diverse und internationale Publikum des Hauses an. Eine zeitgemäße Ausstellungsgestaltung bietet ein spannendes, abwechslungsreiches und gut zugängliches Ausstellungserlebnis und gewährleistet zugleich hohe Aufenthaltsqualität und zuverlässige Orientierung.

Projektlaufzeit: November 2019 bis Dezember 2022

Provenienzforschung

Gefördert vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste

Von Mai 2019 bis Mai 2020 entwickelte das vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste geförderte Modellprojekt „Identifizierung von NS-Raubgut in technikhistorischen Sammlungen“ Methoden zur systematischen Bestandsüberprüfung.
Darauf aufbauend begann im Mai 2020 die tiefer gehende Untersuchung der Sammlungen. Das auf zwei Jahre ausgelegte Projekt „Identifizierung von NS-Raubgut in den zwischen 1982 und 1989 inventarisierten Beständen des Deutschen Technikmuseums“ wird erneut vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste gefördert.

Typografisches Kulturerbe

Gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa

Das Projekt „Die Sichtbarmachung des Sichtbaren – Berlins typografisches Kulturerbe im Open Access“ wird gemeinsam mit der Erik Spiekermann Foundation gGmbH, der Kunstbibliothek – Staatliche Museen zu Berlin und der Staatsbibliothek zu Berlin durchgeführt. Die Förderung erfolgt ab Januar 2021 für ein Jahr im Rahmen des Förderprogramms zur Digitalisierung des kulturellen Erbes.
Ziel ist es, der Typografie zu mehr Sichtbarkeit zu verhelfen, die Digitalisierung des typografischen Kulturerbes Berlins voran zu bringen und die Grundlage für weitere Forschung zu verbessern. Es sollen historische Druckschriften, Schriftmusterbücher und Andrucke, erschlossen, digitalisiert und im Open Access zugänglich gemacht werden. Damit soll auch das Fundament für eine Vielzahl zielgruppenspezifischer Vermittlungsaktivitäten gelegt werden.

Wagenreinigungshalle

Gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa

Seit seiner Gründung im Jahr 1984 hat das Deutsche Technikmuseum immer weitere Gebäude des ehemaligen Bahnbetriebswerks Anhalter Bahnhofs für Ausstellungszwecke wiederaufgebaut. Als eine der letzten Ruinen soll die Wagenreinigungshalle von 1890 rekonstruiert werden. Auf einer Grundfläche von circa 1.600 Quadratmetern erhalten hier die Bereiche Schienenverkehr und Energietechnik neue Präsentationsflächen sowie Räume für Bildungsangebote. Die neue Halle schließt mit einer großen Glasfront zum beliebten Park am Gleisdreieck ab und ermöglicht so Einblicke in diesen Museumsteil. Perspektivisch ist im oder am Wagenschuppen auch ein neuer Südeingang zum Museumsgelände geplant.

Zu den vorgesehenen Exponaten gehören herausragende Objekte des Werksmuseums der Firma Alstom. Hervorzuheben ist dabei einer der berühmten Stromlinien-Schnelltriebwagen der 1930er Jahre, der sogenannten „Fliegenden Züge“, einer Art ICE-Vorläufer, die damals in dieser Halle gereinigt und für die nächste Fahrt hergerichtet wurden.

Projektlaufzeit: Januar 2020 bis Dezember 2023