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Rückenwind. Mehr Stadt fürs Rad!

Neue Sonderausstellung im Deutschen Technikmuseum nimmt das Radfahren in der Stadt in den Blick/ Begleitprogramm für Schulen und Familien und Kinder-Podcast/ Laufzeit: 29.11.2024 bis 7.09.2025

Pressematerial

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Several people in an exhibition hall. In the foreground, two young girls are examining a wooden wall with holes in it; in the background, a young woman and a little girl are talking in front of a display featuring bicycles and pictures of cyclists.

The special exhibition “Gearing Up. More Cycling in the City” in the Ladestraße wing of the Deutsches Technikmuseum in Berlin is all about cycling in the city.

SDTB/ Photo: Ériver Hijano

Three children are standing in an exhibition hall in front of a simplified, schematic replica of a bicycle. A boy is touching the bicycle chain depicted there.

Many hands-on stations explain important functions of the bicycle—here, for example, the gears in a derailleur system. Visitors can explore the experiments on their own.

SDTB/ Photo: Ériver Hijano

A view of an exhibition. Two girls are sitting on a modern cargo bike, and another girl is sitting in the cargo area. In the background, two boys are talking in front of a large, colorful electric cargo bike.

The special exhibition is geared toward the whole family: You can even climb into a modern cargo bike! Illustrations by Berlin-based Pop Art artist Jim Avignon (seen in the background on a large electric cargo bike) complement the exhibition.

SDTB/ Photo: Ériver Hijano

A man is carrying a bicycle over his head. He is walking between cars stuck in traffic. The black-and-white photo was taken on September 3, 1967, in Malmö. On that day, Sweden switched from driving on the left to driving on the right. In some parts of the country, this initially led to problems and traffic jams.

A cyclist avoids the traffic jam. Malmö, September 3, 1967: On this day, Sweden switched from driving on the left to driving on the right. This led to problems and traffic jams in parts of the country during the first few days.

Photo: Bilder i Syd|Kenneth Olson

A child is riding a BMX bike against a backdrop of skyscrapers. He is braking and drifting to the side. The child is wearing BMX pants and a shirt, but no helmet; the BMX bike has a race number for sporting competitions attached to the handlebars.

Cross and freestyle in the Märkisches Viertel around 1984. For Alexander Breest, who was eleven at the time, both were within easy reach: one of West Berlin’s two BMX tracks was just around the corner, and the course for tricks was right on his doorstep.

Photo: Alexander Breest Collection

The photo shows a side view of a red men's bicycle with an elongated seat. The rear part of the bicycle looks unusual. From the rear wheel axle, linkages extend on both sides to the rear part of the seat. The linkages have hinges and serve as the drive mechanism. To stabilize this mechanism, there are struts that are not present on a standard pedal-crank bicycle.

Starting in 1979, Hercules-Werke introduced the Cavallo, an unusual bicycle designed to provide a full-body workout in line with the fitness craze. But it failed to catch on.

Photo: SDTB

The photo shows a selection of toys that Playmobil and Lego offered to Team Telekom. It features cyclists and racing bikes, a winner's podium, and service and camera vehicles.

Magenta-colored toys. The hype surrounding Team Telekom led to a flood of promotional and merchandising items: even the toy industry jumped on the bandwagon. Playmobil produced promotional gifts for Telekom, and Lego launched sets available to the general public.

SDTB / Photo: bullahuth

The photo shows a plastic toy figure made by Playmobil. It is a cyclist wearing a jersey and a cap from the Telekom cycling team. The jersey and cap are in Team Telekom’s magenta color. A road bike can be seen next to the figure. The bike’s frame is also magenta.

In 2003, Playmobil produced promotional items for Team Telekom. In addition to this individual Telekom rider, there was also a set featuring a podium and three Telekom riders: one in magenta, one in yellow, and one in green. In major cycling races, yellow indicates the overall leader and green indicates the leader in the sprint classification.

SDTB / Photo: bullahuth

Im Comicstil ist vor blauem Himmel eine Radfahrerin zu sehen, die auf einem Radweg in der Stadt fährt. Ein vermenschlichter Berliner Fernsehturm pustet ihr Rückenwind zu. Am Horizont eine Straße mit vielen Autos und Häuser. Außerdem ist das Logo des Deutschen Technikmuseums zu sehen und die Info „29.11.2024 bis 7.09.2025, Eingang Ladestraße“.

Das Plakatmotiv der Sonderausstellung „Rückenwind. Mehr Stadt fürs Rad!“ zeigt eine Radfahrerin, die vom Berliner Fernsehturm Rückenwind bekommt. Kreiert wurde es eigens für die Ausstellung von dem Berliner Pop-Art-Künstler Jim Avignon.

SDTB/ Illustration: Jim Avignon

Im Comicstil ist vor blauem Himmel eine Radfahrerin zu sehen, die auf einem Radweg in der Stadt fährt. Ein vermenschlichter Berliner Fernsehturm pustet ihr Rückenwind zu. Am Horizont eine Straße mit vielen Autos und Häuser. Außerdem ist das Logo des Deutschen Technikmuseums zu sehen und die Info „29.11.2024 bis 7.09.2025, Eingang Ladestraße“.

Das Plakatmotiv der Sonderausstellung „Rückenwind. Mehr Stadt fürs Rad!“ zeigt eine Radfahrerin, die vom Berliner Fernsehturm Rückenwind bekommt. Kreiert wurde es eigens für die Ausstellung von dem Berliner Pop-Art-Künstler Jim Avignon.

SDTB/ Illustration: Jim Avignon

Im Comicstil ist vor blauem Himmel eine Radfahrerin zu sehen, die auf einem Radweg in der Stadt fährt. Ein vermenschlichter Berliner Fernsehturm pustet ihr Rückenwind zu. Am Horizont eine Straße mit vielen Autos und Häuser.

Das Key Visual der Sonderausstellung „Rückenwind. Mehr Stadt fürs Rad!“ zeigt eine Radfahrerin, die vom Berliner Fernsehturm Rückenwind bekommt. Kreiert wurde es eigens für die Ausstellung von dem Berliner Pop-Art-Künstler Jim Avignon.

SDTB/ Illustration: Jim Avignon

Pressemitteilung

Rückenwind. Mehr Stadt fürs Rad!

Neue Sonderausstellung im Deutschen Technikmuseum nimmt das Radfahren in der Stadt in den Blick/ Begleitprogramm für Schulen und Familien und Kinder-Podcast

Laufzeit: 29.11.2024 bis 7.09.2025

In der Ausstellung „Rückenwind. Mehr Stadt fürs Rad!“ im Deutschen Technikmuseum in Berlin dreht sich ab 29. November alles ums Radfahren in der Stadt. Im Mittelpunkt steht der Aufstieg des Fahrrads zum beliebten Verkehrsmittel für alle. Zu sehen sind auf 500 Quadratmetern Meilensteine der jüngeren Fahrradgeschichte: vom frühen Mountainbike und BMX-Rad bis hin zum modernen E-Bike und Lastenrad.

Zugleich geht es um die aktuellen Konflikte auf Straßen und Fußwegen. Das Miteinander von Autos, Fahrrädern und Fußgängern ist schwierig geworden. Wie kann der begrenzte Platz in der Stadt sinnvoll verteilt werden? Was braucht es, um die Konflikte vernünftig zu lösen? Pointiert illustriert wird „Rückenwind“ durch den Berliner Pop-Art-Künstler Jim Avignon. Mehrere Experimentierstationen machen die Ausstellung zu einem interaktiven Erlebnis für die ganze Familie. Mit Beginn der Ausstellung geht zudem ein Podcast des Museums an den Start: „Mit Rückenwind. Der Fahrrad-Podcast für Kinder“. Ein kostenfreies Begleitprogramm für Schulklassen und Familien ergänzt die Ausstellung, die bis 7. September 2025 in der Ladestraße des Deutschen Technikmuseums zu sehen ist.

Aufforderung zum Perspektivwechsel

Joachim Breuninger, Direktor des Deutschen Technikmuseums, sagte am Mittwoch in Berlin: „Mit der Ausstellung ‚Rückenwind‘ widmen wir uns einem aktuellen, gesellschaftlich relevanten Thema – dem Radfahren in der Stadt. Berlin will bis 2045 klimaneutral werden. Das kann nur gelingen, indem unter anderem der Radverkehr deutlich gestärkt wird und sich mehr Menschen zutrauen, im Stadtverkehr mit dem Rad unterwegs zu sein. Dabei wird der Platz auf den Straßen neu verteilt werden müssen. Viele Metropolen weltweit machen vor, wie das gehen kann – trotz der damit verbundenen Konflikte. Die Ausstellung lädt angesichts von allzu oft verhärteten Fronten in Berlin explizit zum Perspektivwechsel ein.“

Die Ausstellung zeigt typische Gefahrenstellen und verdeutlicht den Blickwinkel von Autofahrenden, zu Fuß Gehenden und Radfahrenden. Ziel ist es, dadurch Vorurteile und festgefahrene Fronten auf allen Seiten abzubauen und Verständnis dafür zu schaffen, die Radinfrastruktur in Deutschland weiter auszubauen.

Eintauchen in Experimentierstationen und Illustrationen

Die Besuchenden von „Rückenwind“ können in das Thema „Radfahren“ auf unterschiedliche Art eintauchen. So vermitteln Experimentierstationen anschaulich, wie verschiedene Gangschaltungen am Fahrrad funktionieren, oder wie lang der Reaktions- und Bremsweg nach einem Schreckmoment tatsächlich ist. Die VR-Anwendung „Berlin 2037“ macht unmittelbar erlebbar, was der fahrradfreundliche Umbau von Straßen für Radfahrende bedeutet. Und an vielen Stellen kommentieren die ausdrucksstarken Illustrationen von Jim Avignon die Inhalte der Ausstellung mit ganz besonderem Schwung und Humor.

Die Wiederentdeckung des Radfahrens

Die Ausstellung startet mit einem Blick in die Vergangenheit. Vor hundert Jahren war das Fahrrad in Deutschland ein Verkehrsmittel für alle, 1938 gab es rund 20 Millionen Fahrräder und nur 1,5 Millionen Autos.  Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung in der Nachkriegszeit änderte sich das: Radfahrerinnen und Radfahrer stiegen auf das Auto um, Städte und Straßen wurden autogerecht ausgebaut, vorhandene Radwege vernachlässigt oder zurückgebaut. Seit den 1970er Jahren hat der Radverkehr in der Bundesrepublik wieder stark zugenommen. Die neue Fahrradbegeisterung symbolisierte Naturverbundenheit und die Ablehnung der automobilen Konsumgesellschaft, zugleich war sie Ausdruck eines neuen Gesundheitsbewusstseins. Ab den 1980er Jahren dienten Fahrräder dann zunehmend dem Lifestyle und Freizeitsport. In der DDR hingegen waren Fahrräder noch bis zuletzt ein wichtiger Teil des ganz normalen Alltags; die begrenzte Verfügbarkeit von Autos und öffentlichen Verkehrsmitteln machte sie zum stark genutzten Fortbewegungsmittel.

Starke Objekte: von „Trimm-Dich“ bis BMX

Die vielen Facetten des Radfahrens werden mit zeitgenössischen Objekten, Bildern und Filmbeiträgen unterlegt. Zur Trimm-Dich Bewegung der 1970er Jahre sind Werbeartikel, Fernsehspots und das Fahrradmodell „Cavallo“ von Hercules aus dem Jahr 1979 ausgestellt. Zu sehen ist auch ein Mountainbike der Firma Göricke von 1984. Das Mountainbike verlieh dem Fahrrad ein Image von Freiheit und Abenteuer und setzte neue Maßstäbe für den gesamten Fahrradbau. Auch das BMX-Rad, mit dem der Berliner Alexander Breest 1984 als Elfjähriger die erste BMX-Meisterschaft West-Berlins in seiner Altersklasse gewann, ist Teil von „Rückenwind“. Seine Kindheitsfotos aus dem Märkischen Viertel zeigen: BMX war Teil einer Jugendkultur, die sich – neben Grafitti, Breakdance und Rap – den öffentlichen Raum erschloss. In den späten 1990er Jahren lösten die Erfolge des Team Telekom dann einen extremen Radsport-Hype in Deutschland aus.

Neueste Entwicklungen: Elektromotor und Lastenrad

Nach der Jahrtausendwende bekam das Radfahren neuen Schwung durch den Elektromotor und das Lastenrad. 2023 wurden in Deutschland erstmals mehr Elektroräder verkauft als Treträder. Im Hier und Jetzt angekommen zeigt die Ausstellung: Besonders beliebt und verbreitet sind Lastenräder heute bei Familien für den Transport von Kindern. Mit einem aufmerksamen Seitenblick in andere Städte der Welt gibt „Rückenwind“ zudem Anregungen, wie ein konfliktarmes Miteinander von Autos, Radfahrern und Fußgängern in Städten auch hierzulande gelingen könnte.

 

Die Ausstellung „Rückenwind. Mehr Stadt fürs Rad!“ läuft vom 29.11.2024 bis 07.09.2025.

Deutsches Technikmuseum, Eingang Ladestraße (Zugang über Möckernstraße 26, 10963 Berlin)

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministers für Digitales und Verkehr.
Medienpartner: radioeins vom rbb und Himbeer-Verlag.

Mehr Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm finden Sie auf unserer Website:
https://technikmuseum.berlin/rueckenwind