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Verschiedene Glasröhrchen, wie sie von Chemikern verwendet werden

Chemie und Pharmazie

Dauerausstellung

Chemie und Pharmazie

Darum geht's

Die Ausstellung „Pillen und Pipetten“ erklärt die Prozesse zur Herstellung von Chemikalien und Medikamenten sowie die Eigenschaften und Wirkungen, die diese Stoffe entfalten.

Jetzt am neuen Ort im Museum!

Die Ausstellung ist jetzt - neu und noch schöner - direkt neben der Zucker-Ausstellung im Neubau zusehen. Kommt vorbei und entdeckt viele spannende Geschichten rund um Pillen, Pipetten und die historische Firma Schering in Berlin!

Blick in den blau gestalteten Ausstellungsbereich zur Chemie und chemischen Industrie der Ausstellung „Pillen und Pipetten“. Wabenförmige Wandmodule säumen den Gang; mehrere Besucherinnen und Besucher betrachten die Exponate.
Der Blick in den lang gezogenen Ausstellungsraum öffnet sich zunächst in den blau gestalteten Bereich über die Chemie und chemische Industrie. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Geschichte der Berliner Firma Schering.

SDTB / Foto: Richard Hübner
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Chemie und Pharmazie: Zwei Seiten einer Medaille

Auf 400 Quadratmetern gliedert sich die Ausstellung in zwei große Bereiche: Im blau gestalteten Teil spielt die Chemie die Hauptrolle, im grünen die Pharmazie. Der enge Zusammenhang zwischen diesen beiden Disziplinen wird schnell deutlich: Medikamente unterstützen den Körper bei der Regulierung chemischer und hormoneller Abläufe. Ihre Herstellung folgt genauso chemischen Gesetzmäßigkeiten wie die Produktion „normaler“ Chemikalien. Schließlich sind alle Stoffe aus Molekülen aufgebaut. Und die Lehre von der Zusammensetzung und der Veränderbarkeit dieser Moleküle ist die Chemie.

Eine Besucherin lauscht mit einem Handhörer am Ohr an einer Station mit beleuchteten Molekülmodellen in Glaszylindern.
Moleküle erzählen in Hörstationen spannende Geschichten aus der chemisch-pharmazeutischen Forschung und Produktion, plaudern ihre Geheimnisse aus und unterhalten die Besuchenden mit Funfacts.

SDTB / Foto: Richard Hübner
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Sprechende Moleküle und Feuerwerkskörper

In der Ausstellung lernt ihr die Arbeitstechniken und Arbeitsmittel in einem Labor kennen: von der Glaspipette bis zum modernen Pipettier-Roboter. Moleküle erzählen in Hörstationen die spannende Geschichte ihrer Entdeckung. Und gleich zu Beginn der Ausstellung kann man selbst tätig werden: Eine Medienstation lädt ein, sich als Pyrotechniker zu versuchen und nach eigener Farbwahl einen Feuerwerkskörper zu bauen und zu zünden. Pyrochemikalien sind dabei ein Beispiel für die breite Produktpalette der chemischen Industrie.

Zwei Besuchende bedienen gemeinsam eine interaktive Station zur Pyrotechnik. Auf dem Bildschirm ist ein Feuerwerk über der Stadtsilhouette Berlins zu sehen.
Ein Feuerwerkskörper ist letztlich auch nur Chemie. In der Ausstellung können sich die Besuchenden ihr eigenes Feuerwerk zusammenstellen und über dem Berliner Himmel zünden.

SDTB / Foto: Richard Hübner
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Schering: Ein frühes Berliner Start-up in der Chemiebranche

Die chemisch-pharmazeutische Industrie hat seit dem 19. Jahrhundert wie kaum eine andere die heutige Gesellschaft geprägt. Berlin war dabei ein zentraler Standort und die Firma Schering ein entscheidender Impulsgeber. Laborarbeit, industrielle Produktion und die Frage nach der Anwendung und Sicherheit der Produkte werden in der Ausstellung anschaulich geschildert. Auf einem speziellen Großbildschirm könnt ihr den Wandel des Firmengeländes im Wedding in einer stereoskopischen Animation verfolgen.

Schwarzweißfoto, 1938: Im Labor der Firma Schering stehen zwei Mitarbeiter und eine Mitarbeiterin vor einer Tafel. Auf dieser sind mit Kreide Molekularstrukturformeln gezeichnet.
Aufschlüsselung grundlegender Hormonstrukturen im Labor der Firma Schering
Bayer AG, Schering Archives
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Die Entdeckung der Hormone und der Verhütung

Schering ist gleichzeitig ein gutes Beispiel für die erstmals erfolgte Zusammenarbeit zwischen Universität und Unternehmen auf dem Gebiet der Sexualhormonforschung. Die Entdeckung der Hormone in den 1920er Jahren ist ein Produkt dieser erfolgreichen Kooperation. Die nachfolgende Entwicklung der Antibabypille durch Schering zeigt die Geschichte eines Pharmaprodukts auf und bildet einen weiteren Schwerpunkt der Ausstellung. In einem Hörraum könnt ihr Originaltönen zum Thema „Antibabypille“ aus den letzten 50 Jahren lauschen. Auch die verschiedenen Verhütungsmethoden sowie die gesellschaftlichen Auswirkungen auf Familienplanung und Sexualität werden vorgestellt.

Zwei Personen betrachten eine beleuchtete Ausstellungstafel mit dem Bild eines Frosches und ergänzenden Detailansichten. Diese Vitrine thematisiert frühe Schwangerschaftstests mit Fröschen.
Neu in der Ausstellung ist eine Wechselvitrine, in der Inhalte flexibel gezeigt werden können. Aktuell wird dort der Umgang mit Natur und Tieren thematisiert, am Beispiel eines frühen hormonbasierten Schwangerschaftstests, bei dem Urin in Frösche injiziert wurde.

SDTB / Foto: Richard Hübner
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Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker

Es dauert lange und kostet viel, bis ein Arzneiwirkstoff entwickelt ist. Danach gilt: Keine Wirkung ohne Nebenwirkung. Dies zieht juristische Fragen der Sicherheit von Medikamenten nach sich. An einer interaktiven Dialogstation in der Ausstellung könnt ihr abschließend verschiedene Meinungen dazu anhören – und euch eure eigene bilden.

Ein Besucher hält einen Hörer an sein Ohr und tippt auf eine interaktive Bildschirmstation zum Thema Medikamente.
Zu kritischen Themen wie „Medikamentenmissbrauch“ können sich die Besuchenden in der Ausstellung eine eigene Meinung bilden, Entscheidungen treffen und diese interaktiv am Bildschirm teilen.

SDTB / Foto: Richard Hübner
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