Auf Spurensuche: Provenienzforschung im Technikmuseum

Vortrag von Peter Prölß und Elisabeth Weber

Woher kommen die Gegenstände im Museum und wem gehörten sie früher? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Provenienzforschung im Deutschen Technikmuseum. Sie untersucht die Geschichte der Objekte und versucht deren frühere Besitzerinnen und Besitzer ausfindig zu machen. Denn den Verfolgten des NS-Regimes wurden nicht nur wertvolle Kunstwerke entzogen, sondern auch Fahrzeuge und Alltagsgegenstände wie Radios oder Schreibmaschinen.

Seit knapp einem Jahr überprüft deswegen ein vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste mitfinanziertes Modellprojekt, wie dieses aufgrund der NS-Verfolgung entzogene Kulturgut in technikhistorischen Sammlungen identifiziert werden kann.
Manchmal sind es auf den ersten Blick unauffällige Gebrauchsspuren, die dabei den entscheidenden Hinweis liefern. Aufkleber, Stempel oder Prägungen auf Unter- oder Rückseiten geben Auskunft darüber, wann und wo ein Objekt hergestellt, von wem gehandelt und schließlich auch von wem besessen wurde.

Wie die Herkunft eines Museumsstücks rekonstruiert werden kann, darüber berichten Elisabeth Weber und Peter Prölß, die am Technikmuseum für die Provenienzforschung zuständig sind. Der Vortrag gibt einen Einblick in ihren Arbeitsalltag und richtet sich an alle am Thema Interessierten.

Die Veranstaltung ist zugleich der Beitrag das Deutschen Technikmuseums zum „Tag der Provenienzforschung“, der jährlich vom Arbeitskreis Provenienzforschung e.V. ausgerichtet wird.

Der Eintritt ist frei.
 

Mittwoch
8. April 2020
  • Vortrag
  • Uhr
    90 Minuten
  • DE
  • Technikmuseum
    Altbau: 4.OG, Vortragssaal
  • kostenfrei
  • Anmeldung nicht erforderlich
  • Zugang mit Rollstuhl möglich