Auf einem dreibeinigen Gestell ist ein rechteckiges, längliches Blitzgerät aus Metall montiert. Die Beine sind grau lackiert, das Gehäuse etwas dunkler und ins Olivgrüne gehend. An der Vorderseite des Blitzgerätes ist eine kreisrunde, rote Glasscheibe zu sehen.

Blitzeinheit BE1.3, 2008

Objekt des Monats Februar 2022

Auf einem dreibeinigen Gestell ist ein rechteckiges, längliches Blitzgerät aus Metall montiert. Die Beine sind grau lackiert, das Gehäuse etwas dunkler und ins Olivgrüne gehend. An der Vorderseite des Blitzgerätes ist eine kreisrunde, rote Glasscheibe zu sehen.
Dieser „Blitzer“ aus dem Jahr 2008 ist Teil der mobilen Geschwindigkeitsmessanlage ES3.0, die komplett aus 14 Einzelteilen besteht. Neuere Versionen verbinden die einzelnen Komponenten über Funk, bei diesem Modell geschah das noch mit Kabeln.
SDTB / Foto: C. Kirchner

Diese Blitzeinheit – gebräuchlicher ist die Bezeichnung „Blitzer“ – war bis vor kurzem bei der Brandenburger Polizei im Einsatz. Sie ist Teil der mobilen Geschwindigkeitsmessanlage ES3.0, die mit Helligkeitssensoren das Tempo von Fahrzeugen misst. Fünf Sensoren erfassen Helligkeitsveränderungen und bestimmen die Geschwindigkeit auf bis zu vier Fahrspuren. Mit Hilfe des Blitzers und einer Kamera sind Aufnahmen der Fahrzeuge möglich, die zu schnell gefahren sind.

Geschwindigkeitsmessgeräte sollen zu schnelles Fahren durch Strafen verhindern. Das Problem der Raserei und der Kampf der Behörden existiert seit dem Beginn der Automobilgeschichte. Ging die Polizei anfangs noch mit Stoppuhren auf die Jagd nach Rasern, wird zu schnelles Fahren in Zukunft vielleicht durch Fahrerassistenzsysteme unmöglich gemacht. Ein erster Schritt erfolgt in der Europäischen Union in diesem Jahr: Ab dem 6. Juli müssen neue Automodelle über das ISA-System (Intelligent Speed Assistance) verfügen, das die Beschleunigung über das jeweils gültige Tempolimit verhindert. Noch ist es aber erlaubt, das System zu umgehen und sogar abzuschalten.

Die extremste Form der Raserei bilden illegale Autorennen, die in den vergangenen Jahren stark zugenommen haben. Eine Entwicklung, die das Deutsche Technikmuseum zum Anlass für eine Sonderausstellung nimmt. „Wahnsinn – Illegale Autorennen. Wie stoppen wir den Tempo-Rausch?“ öffnet am 25. Februar im Museumsteil Ladestraße.