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„Die lebende Stadt“ im Fokus

„Stille Post“ und „Monstermalen“ mit der Kamera / Foto-Ausstellung des Kollektivs „Cadavre Exquis“ im Deutschen Technikmuseum / Besuchende können sich beteiligen

 

Laufzeit: 6. März 2025 bis 27. Januar 2026

Pressematerial

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Several framed pictures hang on a dark blue wall. The word "Begegnen" is written in the center. Dotted lines and connecting lines can be seen between the individual photographs. Three people are standing in front of the pictures, looking at them.

The exhibition design highlights the connections between the individual photographs.

SDTB/ Photo: Ériver Hijano

A view into a long exhibition room with dark blue walls. Framed photographs hang on the walls. Between the photos, solid and dotted lines can be seen. Individual people are standing in front of the pictures, looking at them.

The photographs in the special exhibition “The City Alive” were created through a collaborative process involving 19 photographers.

SDTB/ Photo: Ériver Hijano

A mosaic of photos hangs on a dark blue wall. Connections between the individual photos are evident.

One wall of the exhibition is dominated by a large portrait of the city. It was created using the same principle as “monster drawing,” a popular activity among children.

SDTB/ Photo: Ériver Hijano

The color photograph shows a man with a mustache. He is lying relaxed in a luxurious setting reminiscent of the interior of an airplane. He is wearing a sort of toga with a golden belt, and sandals with wings on his feet. In one hand he holds a glass of champagne, and in the other, a phone. Next to him is a paper cup of French fries. On a sofa across from him lies a helmet with wings. The scene is rendered in bright pink.

Photo from the exhibition "The City Alive," from the "Communicate" series.

Photo: Andreas Tobias

The black-and-white photo shows a hand holding a Jenga tower made of wooden blocks. In the background are two skyscrapers that visually echo the tower. Because of the perspective, it looks as if the Jenga tower were part of the architecture.

Photo from the exhibition "The City Alive," from the series "Representing."

Photo: Sven Serkis, 2024

The color photograph shows a subway station with hemispherical ceiling lights. A train is just passing by on the left side. On the central platform, you can make out the silhouette of a person standing beneath the display board with a clock. The right side of the image is taken up by a surface on which the scene is reflected blurrily.

Photo from the exhibition "The City Alive," from the "Encounters" series.

Photo: Monika Kozub, 2024

The color photograph shows four hands with red nail polish above foamy, turquoise-blue bathwater. The hands apparently belong to two people who are gently interlocking their fingers.

Photo from the exhibition "The City Alive," from the "Life" series.

Photo: Juliane Eirich, 2024

The black-and-white photo shows two people in underwear lying close together on a bed. The person on the left, apparently a woman with short hair, is wearing boxer shorts and covering her chest with her arm. The person on the right, presumably a man with medium-length hair, is wearing a thong. Two plastic objects that look like female breasts are positioned on his chest.

Photo from the exhibition "The City Alive," from the "Encounters" series.

Photo: Sascha Jakubenko, 2024

Das Farbfoto zeigt eine junge Frau. Sie hat schulterlange, blonde Haare, trägt einen roten Pullover und Jeans. Sie hält ein Baby im Arm, das sie gerade stillt. Das Baby trägt eine Windel und hat eine entspannte Haltung. Die Frau lächelt liebevoll und schaut das Kind an. Hinter ihr sieht man eine türkisgrüne Kommode. Darüber hängen mehrere gerahmte Schwarz-Weiß-Fotografien und ein Kunstdruck mit einer abstrakten Stadtansicht.

Foto der Ausstellung "Die lebende Stadt", aus der Reihe "Versorgen".

Foto: Florian Reimann, 2024

The black-and-white photo shows the neck and back of a person with short hair. The blouse has slipped down slightly, exposing the shoulders. Hand-drawn tattoos consisting of three fine, partially dotted lines and a circle are visible on the skin. On the right shoulder blade, there is a scar-like circular mark that looks like a bite mark.

Photo from the exhibition "The City Alive," opening image

Photo: Sascha Jakubenko, 2024

Pressemitteilung

„Die lebende Stadt“ im Fokus

„Stille Post“ und „Monstermalen“ mit der Kamera / Foto-Ausstellung des Kollektivs „Cadavre Exquis“ im Deutschen Technikmuseum / Besuchende können sich beteiligen

Laufzeit: 6. März 2025 bis 27. Januar 2026

Die Stadt ist mehr als eine Ansammlung von Häusern und Straßen. Sie ist ein lebendes System, das ihre Einwohnerinnen und Einwohner mit dem Lebensnotwendigen versorgt. Als vielfältiger Begegnungsort bietet die Stadt Räume zum Kommunizieren, Repräsentieren, Imponieren. Sie ist Lebens- und Wohnort für viele unterschiedliche Menschen, verbindet und trennt zugleich.

Mit der Foto-Ausstellung „Die lebende Stadt. Ein fotografisches Spiel der Begegnungen“ beteiligt sich das Deutsche Technikmuseum ab dem 6. März am diesjährigen European Month of Photography Berlin (EMOP). Zugleich startet das Museum damit seinen Themenschwerpunkt „Stadt der Zukunft“. Durch das Auge der Kamera wird spielerisch nach dem Wesenskern der Stadt gesucht: Was sind die übergeordneten Prinzipien des Mensch-Seins in der Stadt? Wie funktioniert die geplante Stadt? Wo verwandelt sich das Geplante durch alternative Nutzungskonzepte in anders Gelebtes?

Mit 70 Fotografien nimmt das Berliner Fotografierenden-Kollektiv „Cadavre Exquis“ die Ausstellungsgäste mit auf eine fotografische Forschungsreise. Die Bilder sind Teil eines zusammenhängenden Gesamtkunstwerks, das im vergangenen halben Jahr in unterschiedlichen Assoziations-Spielen entstanden ist. In der Ausstellung können die Besuchenden diese ästhetischen Assoziationsketten nachverfolgen, selbst ergänzen und so ihren eigenen Stadt-Begriff spielerisch neu entdecken.

Fotografisches Stille-Post-Spiel

An der Ausstellung sind 19 Fotografinnen und Fotografen beteiligt. Ausgangspunkt war ein Startfoto von Sascha Jakubenko, der künstlerischen Leitung des Projekts. Es ist nun zugleich das Eingangsbild der Ausstellung. Dieses erste Bild wurde, wie beim Stille-Post-Spiel, an eine zweite Fotografin als Impuls weitergegeben. Sie antwortete darauf mit einem eigenen Foto. Das zweite Bild ging dann an eine dritte Person, die wiederum mit einem neuen Foto reagierte – und so weiter. Alle Fotografierenden bekamen dabei immer nur das jeweils vorhergehende Bild zu sehen. Erst mit der Ausstellungseröffnung wird das 

Gesamtwerk sichtbar: eine assoziative Kette von Bildern. Darunter finden sich persönliche Eindrücke ebenso wie inszenierte kleine Geschichten. Alle Bilder zusammen repräsentieren Stadt als lebendiges Beziehungsgeflecht von Menschen, Orten und Geschichten.

Gesamtkunstwerk mit offenem Ende: Ausstellungsgäste können sich beteiligen

Die Besuchenden können das fotografische Spiel nachvollziehen – und sich sogar daran beteiligen. Der Ausstellungsraum ist wie ein großes dreidimensionales Spielbrett aufgebaut. Die Bilderketten bilden Linien durch den Raum, denen man wie einer U-Bahnlinie durch die Stadt folgt.

Dabei sind die Ausstellungsgäste zum bewussten Betrachten der Bilder aufgefordert: Zum einen können sie die Verbindung zwischen den Fotografien suchen. Ist es eine Farbe oder Form, die sich im nächsten Bild wiederfindet? Oder besteht eher eine inhaltliche Beziehung, gar ein Wortspiel? Zum anderen wirft das Zusammenspiel der Bilder Fragen zur Stadt auf: Was ist die Stadt für uns, was ist sie für einen persönlich? Dabei helfen Begriffe, die für das städtische Zusammenleben prägend sind: „Leben“ und „Wohnen“, „Versorgen“ und „Entsorgt“, „Begegnen“ und „Kommunizieren“ sowie „Imponieren“ und „Repräsentieren“.

Das Ende beider Assoziationsketten ist bewusst offengelassen. Acht leere Rahmen laden die Ausstellungsgäste dazu ein, das Spiel weiterzuspielen und weiterzudenken. Sie können mit einem eigenen Foto auf das letzte Bild in der Reihe antworten. Dabei ist den Ausstellungsmachenden wichtig, dass die Fotos einen ganz persönlichen Blick auf die Stadt zeigen. Über Instagram unter dem Hashtag #LebendeStadtWeiterdenken oder per E-Mail an lebendestadt@technikmuseum.berlin kann Jede und Jeder dieses Bild mit anderen teilen. Das Museum und „Cadavre Exquis“ suchen die besten Bilder aus und zeigen daraus jeden Monat ein neues Foto in der Ausstellung.

„Monstermalen“ mit der Kamera ergibt ein Stadtporträt à la „Cadavre Exquis“

Eine Wand der Ausstellung wird von einem großen Stadtporträt eingenommen. Es ist auf ganz besondere Weise entstanden: Alle Fotografierenden bekamen nur einen Ausschnitt der angrenzenden Bilder zu sehen und mussten dann überlegen: Was passt mit Blick auf Form oder Farbe dazu? Welches Motiv ist eine gute Ergänzung? Dieses Spiel funktioniert wie das bei Kindern beliebte „Monstermalen“. Dabei teilt man ein Blatt Papier in Abschnitte für Kopf, Körper und Beine. Jede mitspielende Person zeichnet dann einen Teil des Monsters. Sie faltet den Rest des Blattes so, dass nur die Abschlusslinien zu sehen sind. Daran anschließend zeichnet die nächste Person ihren Teil des Monsters. Am Ende wird das Blatt entfaltet und zeigt plötzlich ein vollständiges, überraschend kreatives, und oft sehr lustiges „Monster“.    

In der Kunst kennt man die Methode als „Cadavre Exquis“, was übersetzt „köstliche Leiche“ bedeutet. Erfunden hat es eine surrealistische Künstlergruppe um den Franzosen André Breton in den 1920er Jahren. Das Kollektiv „Cadavre Exquis“ hat diese Methode auf die Fotografie übertragen. Seit mehreren Jahren entstehen so unvorhersehbare und kreative Bildreihen und Collagen. Mit der Ausstellung „Die lebende Stadt“ gastiert das Kollektiv erstmals im Deutschen Technikmuseum. Mit dabei ist sowohl das Kernteam des Kollektivs, als auch neue Gäste.

Teilnehmende Fotografinnen und Fotografen

Cherie Birkner, Nora Blum, Martin Dziuba, Juli Eirich, Sascha Jakubenko, Monika Kozub, Ulrike Lauber, Schirin Moaiyeri, Jamie Niederer, Florian Reimann, Jonas Ruhs, Mujtaba Saeed, Sven Serkis, Tim Sonntag, Andreas Tobias, Lena Ures, Silke Weinsheimer, Stefan Wieland, Felix Zohlen

Ort: Deutsches Technikmuseum, Große Galerie, Neubau: 4.OG, Trebbiner Straße 9, 10963 Berlin